Nach seinem Studium am Conservatoire National Supérieur de Musique in Paris unterrichtete Denis Laborde am Konservatorium und leitete bei Radio France die Welturaufführung der „Crystal Psalms“ von Alvin Curran (New Albion Records). Er entdeckt die Anthropologie, bereitet eine Promotion an der EHESS über den baskischen Bertsulari vor und tritt dem CNRS bei. Nach seiner Berufung nach Göttingen und anschließend nach Berlin baut er ein internationales Forschungsnetzwerk zur Weltmusik auf. Nach seiner Rückkehr wird er zum Studienleiter an der EHESS gewählt. Im Jahr 2017 gründete er in Bayonne das Institut ARI-CNRS. Heute leitet er das internationale Forschungsnetzwerk des CNRS„Of What is Music Capable in Situations of Forced Migration“. Im Jahr 2020 wurde er für die Originalität seiner Arbeiten und seine internationale Ausstrahlung mit der Silbermedaille des CNRS ausgezeichnet.
Zusammen mit seinen Doktoranden, denen soziale Innovation am Herzen liegt, gründete er 2014 das Festival Haizebegi [Kunst – Wissenschaft – Gesellschaft]. Seit 12 Jahren bietet das Festival Konzerte, Filme, Workshops, Kolloquien und Begegnungen an, um Musik zu einem Instrument zum Verständnis menschlicher Gesellschaften und zu einem Werkzeug für sozialen Wandel zu machen. Das Festival empfing das Frauenorchester Zohra aus Afghanistan zum ersten Konzert seines europäischen Exils sowie David Krakauer und Kinan Azmeh zu ihrer ersten Zusammenarbeit nach dem 7. Oktober. In diesem Jahr arbeitet er mit der Banglanatak-Stiftung aus Kalkutta zusammen, die sich für die ärmsten Gemeinschaften in Bengalen einsetzt, um Musik zu einem Instrument der wirtschaftlichen Entwicklung und der sozialen Gerechtigkeit zu machen. Das Haizebegi-Festival wurde für den internationalen UPBEAT FUTURE FESTIVAL AWARD 2024 nominiert, der von der europäischen Plattform UPBEAT ins Leben gerufen wurde, um die Nachhaltigkeitsethik in der Musikindustrie zu stärken und eine zukunftsorientierte europäische Festivalszene aufzubauen.

