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Kunst · Wissenschaft · Gesellschaft

MusiKautismus

Musik als universelle Sprache

 

Seit 2020 vom Festival Haizebegi getragen, ist MusiKautisme ein Projekt aus Forschung, künstlerischem Schaffen und sozialem Engagement, das die Zusammenhänge zwischen Musik und Autismus im Baskenland untersuchtund dabei die Perspektiven von Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft miteinander verknüpft.

Jedes Jahr organisiert MusiKautisme Begegnungen, Diskussionen, Konzerte, Filmvorführungen und Vorträge und lädt dabei autistische Menschen selbst, Kognitionsforscher des CNRS, Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, Familienverbände und mitwirkende Musiker zum Dialog ein. Das Projekt verfolgt einen zutiefst inklusiven Ansatz, der die Vielfalt der Erfahrungen und Empfindungen berücksichtigt und Musik als universelle Sprache versteht, die Verbindungen schaffen, den Ausdruck fördern und Sichtweisen verändern kann.

Workshop

MusiKautisme: Die grenzüberschreitenden Workshops 2026

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Ein Forschungs- und Raum
sprojekt

Angesichts dieser Entwicklung hat der Gemeindeverband „Pays Basque“ dem Institut ARI des CNRS die Finanzierung eines Doktorandenstipendiums zu diesem Thema bewilligt. Gegründet von Denis Laborde, einem Forscher am CNRS, Ethnologe, und Leiter des Festivals Haizebegi – steht das Institut ARI im Zentrum dieser Verbindung zwischen wissenschaftlicher Forschung, künstlerischem Schaffen und gesellschaftlichem Engagement.
Dieser bedeutende Fortschritt stärkt das Ziel von Haizebegi: das Baskenland zu einem internationalen Referenzzentrum für die Verbindung zwischen Musik und Autismus zu machen.
Autismus ist keine Krankheit, sondern eine Gruppe von neurologischen Entwicklungsstörungen, die heute unter dem Begriff Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)bezeichnet werden. Sie gehen insbesondere mit Besonderheiten in der Kommunikation, den sozialen Interaktionen, der Sinneswahrnehmung und bestimmten Verhaltensweisen einher. MusiKautisme fügt sich nahtlos in einen zeitgemäßen Ansatz der Neurodiversität ein, der sowohl den Unterstützungsbedarf als auch die einzigartigen Fähigkeiten der betroffenen Menschen anerkennt.

Musik als „
“ – ein Hebel für Inklusion

Autismus ist keine Krankheit, sondern eine Reihe von neurologischen Entwicklungsmerkmalen, die die Kommunikation, die Sinneswahrnehmung und die sozialen Interaktionen beeinflussen. Viele Menschen mit Autismus verfügen zudem über bemerkenswerte Fähigkeiten: musikalisches Gedächtnis, absolutes Gehör, ein ausgeprägtes Gespür für Klangstrukturen, Synästhesie.
Musik wirkt auf verschiedene Bereiche ein, die oft beeinträchtigt sind: Sinneswahrnehmung, Motorik, Emotionen, Kognition und soziale Bindungen.
Sie ermöglicht es, Ausdrucksräume zu eröffnen, Stress abzubauen, die Kommunikation zu fördern und Formen der kollektiven Zusammenarbeit zu schaffen.
Von der wissenschaftlichen Gemeinschaft anerkannt und von der Weltgesundheitsorganisation im Rahmen nichtmedikamentöser Therapieansätze empfohlen, erweist sich der Einsatz von Musik heute als ein wirkungsvolles Mittel für Inklusion und soziale Gerechtigkeit.

Ein lebendes Labor
im Baskenland

MusiKautisme macht das Baskenland zu einem regelrechten Freiluftlabor, in dem neue Formen des Dialogs zwischen verschiedenen Disziplinen und Akteuren der Region entstehen. Das Projekt stützt sich auf ein dichtes Netzwerk lokaler Partner: Kultureinrichtungen, Gesundheitseinrichtungen, Musikhochschulen, Familienverbände und Forschungszentren.
Es fördert den Wissensaustausch zwischen der akademischen Welt und den Akteuren vor Ort, zwischen Künstlern und Pflegekräften sowie zwischen Familien und Institutionen.
Diese Dynamik trägt dazu bei, ein nachhaltiges Ökosystem zu schaffen, das in der Lage ist, bestehende Initiativen besser zu koordinieren, sie sichtbarer zu machen und ihre Wirkung zu verstärken.

Ein grenzüberschreitendes Projekt mit
r internationaler Ausstrahlung

MusiKautisme ist Teil einer entschieden grenzüberschreitenden Dynamik und steht in engem Kontakt mit Einrichtungen im südlichen Baskenland, insbesondere mit dem Verein Gautena, der europaweit für sein Engagement zugunsten der Inklusion von Menschen mit Autismus anerkannt ist. Diese Kooperationen ermöglichen den Austausch von Praktiken, den Vergleich von Betreuungsmodellen und bereichern die Reflexion über die öffentliche Politik im Zusammenhang mit Autismus und Neurodiversität.
Unterstützt vom Gemeindeverband „Pays Basque“ und von der wissenschaftlichen Gemeinschaft anerkannt, trägt das Projekt dazu bei, die Region nachhaltig in eine Forschungs- und Experimentierdynamik von internationaler Tragweite einzubinden. MusiKautisme ist mehr als nur eine kulturelle Veranstaltung – es wird zu einem lebendigen Labor, in dem Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft aufeinandertreffen und in dem sich die Konturen einer inklusiveren, offeneren und solidarischeren Gesellschaft abzeichnen.
Durch die Förderung des Austauschs zwischen Bayonne, Donostia und anderen Regionen trägt MusiKautisme dazu bei, das Baskenland als Referenzzentrum für die Zusammenhänge zwischen Musik und Autismus zu etablieren und bekräftigt damit die Rolle der Musik als Hebel für Inklusion, soziale Gerechtigkeit und kollektiven Wandel.

Ein interdisziplinäres Team von „

Kunst
Künstler und Musikschaffende, die sich mit Fragen des künstlerischen Schaffens, der Vermittlung und der Weitergabe beschäftigen:

  • David Christoffel – Musikkomposition und Vermittlung
  • Mikel Cañada – Pädagogik und Musikprojekte
  • Michaël Gavazzi – Kulturrechte, Gesundheit und Behinderung
  • Patrick Villanueva – Pianist und Komponist
  • Yamel Romero – Musikpädagogik und Musiktherapie

Wissenschaft
Forscher und Fachleute aus den Geistes-, Kognitions- und Medizinwissenschaften:

  • Fabienne Cazalis – Kognitionswissenschaften
  • Bruno Gepner – Kinder- und Jugendpsychiatrie und Autismusforschung
  • Denis Laborde – Anthropologie
  • Dr. Andréa Anchordoqui – Psychiatrie
  • Pietro Calabretta – Anthropologie und Musik (Promotion zum Thema „Musik und Autismus“)

Gesellschaft
Engagierte Fachkräfte vor Ort, die sich für Menschen mit Autismus und ihre Familien einsetzen:

  • Christian Sottou – Autisme France
  • Jimmy Brosa Paz – Verein Gautena
  • Anouk Lagisquet – Verein Chrysalide

Partner des Projekts „MusiKautisme“
MusiKautisme stützt sich auf ein solides Netzwerk aus institutionellen, kulturellen, wissenschaftlichen und medizinisch-sozialen Partnern:

  • Nationales Zentrum für wissenschaftliche Forschung
  • Verband der Gemeinden des Baskenlandes
  • Musikhochschule Maurice Ravel im Baskenland
  • Verein Chrysalide
  • Musikene – Hochschule für Musik des Baskenlandes
  • Musikanaiz
  • Gautena
  • Krankenhauszentrum der baskischen Küste
  • Marinespital Hendaye (AP-HP)