
Weltpremiere in Haizebegi: Zwei international renommierte Soloklarinettisten präsentieren ein gemeinsames Projekt. David Krakauer ist der Vorreiter der Wiederbelebung der Klezmer-Musik, einem Juwel der osteuropäischen jüdischen Kultur, das nach dem Krieg in Vergessenheit geraten war. Kinan Azmeh, ein versierter Komponist und brillanter Interpret im Maqam-Jazz-Stil, hat seine syrische Heimat verlassen und ist nach New York gezogen. Dort lernten sich die beiden Musiker kennen und schätzten sich gegenseitig. Der Vorschlag von Denis Laborde, beim Haizebegi-Festival ein Konzert zu veranstalten, das ihre Stile und Instrumente vereint, bietet die Gelegenheit, eine langjährige Freundschaft musikalisch zum Ausdruck zu bringen. Sie erzählen von den Abenteuern dieser Uraufführung für zwei Klarinetten, begleitet von Kyle Sanna an der Gitarre und Afra Mussawisade am Schlagzeug.
— Was hat Sie dazu bewogen, diese musikalische Begegnung zu erleben?

— Sie haben beide eine klassische Musikausbildung absolviert. Wie kam es zur Wahl dieses Instruments, der Klarinette?
— Die Klarinette nimmt im volkstümlichen Repertoire Osteuropas einen ganz besonderen Stellenwert ein. Wie bist du an dieses Repertoire herangegangen, David?

— David, können Sie uns etwas über diese jüdische kulturelle Tradition, die Klezmer-Musik, erzählen?
— Auf welcher musikalischen Grundlage haben Sie sich geeinigt, um das Repertoire für das Werk zusammenzustellen, das Sie heute Abend aufführen werden?
— Als der Vorschlag für dieses Treffen zur Entwicklung eines neuen Stücks aufkam, hatte ich befürchtet, dass es sich um eines dieser Treffen ohne Folgen handeln würde. Ist das der Fall, oder glauben Sie, dass das Stück, das Sie für Haizebegi entwickelt haben, weiterleben wird?

— In diesem Jahr widmet sich Haizebegi der Frage: „Was kann Musik in Kriegszeiten bewirken?“ Wie sehen Sie diese beiden Aspekte?

