Als sich Elaha Iqbali und Manon Loizeau begegnen, filmt Elaha gerade die Überreste einer Schule auf den Trümmern des von Flammen verwüsteten Lagers Mória. Mit einer kleinen Kamera, die ihr von einer NGO geliehen wurde, hält sie das Leben auf Lesbos fest. Sie verfolgt damit zwei Ziele: die freudigen Momente des Alltags festzuhalten und die Öffentlichkeit auf die unmenschlichen Lebensbedingungen auf der Insel aufmerksam zu machen. Der in diesem Jahr erschienene Dokumentarfilm „La vie devant elle“ ist das Ergebnis der Zusammenarbeit zwischen der Dokumentarfilmerin und der jungen afghanischen Flüchtlingin. Er erzählt vom Warten, vom Umherirren und von der Widerstandsfähigkeit der Familie Iqbali. Aus der Perspektive eines Kindes zeichnet er den Alltag einer Familie auf den verschlungenen Wegen des Exils nach, bis hin zu ihrer Ansiedlung in Deutschland.

